Mit Gartenpflanzen CO2 reduzieren


Wenn es um die Reduktion von CO2 geht, sind auch wir im Garten gefordert. Auch wenn unser Beitrag klein erscheinen mag, ist dieser doch effektiv.

Pflanzen produzieren mit ihren grünen Pflanzenteilen den für uns lebensnotwendigen Sauerstoff. Sie nehmen dazu CO2 aus der Luft auf und produzieren mit Licht, Wärme und Wasser Sauerstoff und Zucker. Den Sauerstoff geben sie an die Luft ab, den überflüssigen Zucker (ein Teil brauchen sie selbst als Betriebsstoff) lagern sie in ihren Speicherorganen ein.

Es liegt deshalb auf der Hand: Je mehr Pflanzen im Garten wachsen, desto mehr CO2 wird verarbeitet und desto mehr Sauerstoff wird an die Luft abgegeben.

Komposthaufen als Beispiel

Ein Komposthaufen ist eine Ansammlung von Pflanzenteilen, Rüstabfällen u.a.m.

Durch die Erwärmung des Kompostes werden die Pflanzenteile mehr oder weniger schnell zersetzt. Es entsteht ein CO2 reiches Kompostgas das an die Luft abgegeben wird.

Bei einem, über die Vegetationszeit bepflanzten oder angesäten Komposthaufen, wird das entweichende CO2 Gas direkt von den Pflanzen aufgenommen und in die Endprodukte Zucker und Sauerstoff aufgebaut. So belastet ein Komposthaufen unsere Umweltluft nicht, im Gegenteil, der Sauerstoff kommt uns zu Gute.

Beim angepflanzten Komposthaufen wird das CO2 gleich von den Pflanzen wieder aufgenommen und verarbeitet. Es entweicht kein CO2 in die Luft.

Im Garten keine Flächen leer lassen

Alle Flächen im Garten oder der Gartenumgebung sollen dauernd bepflanzt oder angesät werden. Bei den Gemüsebeeten, Freiflächen unbedingt mit Gründüngung (jetzt gegen den Herbst hin mit Roggen der im späten Herbst oder im frühen Frühjahr geschnitten und gleich untergegraben wird) begrünen.

Die Zierflächen des Gartens und dessen Umgebung vor allem mit mehrjährigen Stauden bepflanzen. Diese produzieren nicht nur Zucker und Sauerstoff, sondern bieten während ihrer Blüte unzähligen Insekten auch Nahrung (Zucker wird von der Pflanze in Form von Nektar im Blütenboden für die Insekten freigesetzt. Einjährige und zu stark herausgezüchtete Sommerblumen sind zwar schön, doch haben sie die Fähigkeit der Zuckerfreisetzung in ihren Blütenteilen durch zu starke Züchtungseingriffe eingebüsst.

Blütensträucher nicht vergessen

Überall wo die Möglichkeit besteht, sollten unbedingt Blütensträucher gepflanzt werden. Bei der Auswahl sollte auf möglichst Natur nahe Auslesezüchtungen geachtet werden, damit die Blüten nicht nur für den Menschen schön, sondern auch für die Insekten als Nektarspender nützlich sind. Weiden (auch kleine Formen), Kornus mas (Kornelkirsche essbar), Amelanchier (Felsenbirne, Beeren essbar), Zierjohannisbeeren u.a.m. Gartensträucher verarbeiten mit ihren grossen Blattflächen pro m2 viel CO2.

Immergrüne Pflanzen im Garten fördern

Während die meisten Gartenpflanzen im Vorwinter absterben oder ihr Laubkleid verlieren, behalten die Immergrünen ihr Laubkleid auch über den Winter. Somit verarbeiten diese Pflanzen nicht nur im Sommer CO2 sondern auch in der frostfreien Zeit der Wintermonate.

Efeu in allen Formen, Buchs, Euyonimus, Rhododendron u.a.m. behalten ihre Blätter. Aber auch die Nadelgehölze behalten ihr Nadelkleid (Juniperus, Thuja, Zypressen, Eiben u.a.m.)

Blühende Efeuwand, gut für Insekten imHerbst bis Spätherbst, überwintert grün

Für den Garten kleine bis mittelgrosse Formen auswählen.

Auch Skimmia tragen Blütenknospen im Herbst und überwintern im Blätterkleid. So können die Blätter während frostfreier Tage ebenfalls CO2 zu Zucker und Sauerstoff verarbeiten.