Gesunde Salate


Gesunde und schmackhafte Blattsalate für den Sommer

Blattsalate sind beliebt in der heissen Jahreszeit. Mit Beigaben werden sie besonders schmackhaft.

Längst sind die ersten Blattsalate geerntet und es folgen bereits die ersten Vorsommersalate. Blattsalate sind eher schwach im Aroma. Deshalb sind Beigaben nebst der frischen Salatkräuter sehr wertvoll und fördern auch die Gesundheit.

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Salatbeigaben (Salatkräuter) können auch bei Karotten als Zwischensaat kultiviert werden

Kresse

Das Beimischen von Kresse in Blattsalate neigt sich schon bald dem Ende zu. Kresse ist eine typische, schmackhafte Salatzugabe im Frühjahr bis Vorsommer und dann im Herbst. Ab Juli bekommt die Kresse durch das Senföl einen beissenden Geschmack. Für die Gesundheit, besonders für die Atemwege, wäre das ausserordentlich gut. Aber nicht alle mögen diesen Geschmack. Um diesen Geschmack etwas zu mildern, kann die Kresse feingeschnitten und dem Salat zugegeben werden.

Bis Mitte Juni wird Kresse noch angesät und dann wieder ab Ende August. Es lohnt sich über die ganze Anbaudauer die Kresse in Schneckenstoppringe oder einfach schneckengeschützt zu säen. So wird dieses wertvolle Salatkraut nicht durch Schnecken beschädigt.

Rauke (Rucola)

Gewiss, nicht alle mögen Rucola mit seinem leicht nussigen Geschmack. Tatsache aber ist, dass die Salatrauke einen Salat schmackhaft macht, und die Verdauung fördert. Wird das Kraut für den Salat kurz geschnitten, kann auch hier der Geschmack etwas verfeinert werden.

Rucola kann über das ganze Kulturjahr angebaut werden. Es gibt ein- und mehrjährige Salatrauken. Die Blätter der mehrjährigen sind aber etwas zäher und der Geschmack stärker. Auch werden die Blätter von der Salatrauke gerne von Schnecken oder von der Kohlerdfloh heimgesucht die haufenweise kleine Löcher in die Blätter frisst. Das ist auch bei der einjährigen Rauke der Fall. Deshalb sollte die einjährige Salatrauke in einen Schneckenstoppring gesät werden um Schneckenfrass zu vermeiden. Wird vor der Saat etwa 1cm Aussaaterde in die Ringe gestreut und darauf ausgesät so bleiben die Schäden der Kohlerdfloh weitgehend aus.

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Rettiche und Radies

Wer kennt sie nicht diese herrlichen Salatbeigaben. Und wer etwas Gutes für die Atemwege und für die Leber tun will, verzichtet weder auf Rettich noch auf Radies. Dazu erhält der eher fade Blattsalat einen herrlichen Geschmack.

Der Anbau ist ja einfach. Radies können schon früh (April) ausgesät werden. Die Schnecken sind dann noch nicht so aktiv. Später sollte man sie mit einem Schneckenstopp oder mit einem Anbau auf der Terrasse oder dem Balkon schützen. Gesät werden Radies bis Ende Juni und dann wieder ab August. Sie können zwar über die ganze Kulturzeit angebaut werden, aber sie werden in den Sommermonaten, besonders wenn es noch eine Trockenzeit gibt, scharf. Dann müssen sie wirklich fein geschnitten oder geraffelt werden, damit man die Mitesser nicht vergrämt.

Die Aussaat von Rettichen beginnt ab April/Mai, über die ganze Saison. Ab August erfolgt die Aussaat für den Winterrettich. Dieser kann über den Winter geschützt, wie Karotten, gelagert werden. Rettiche sind nur im Anfang der Kultur vor Schnecken zu schützen. Auch Rettiche können im Sommer sehr scharf sein. Mit dem feinen Raffeln der Rüben entweicht aber ein Teil des Senföles, das die Schärfe der Wurzel ausmacht.

Petersilienwurzel

Petersilie oder Petersilienwurzel sind mitverantwortlich für eine gute Verdauung.

Wer Petersilienwurzel aussät hat gleich einen doppelten Nutzen. Nach einer guten Anfangsentwicklung, wenn das Kraut ca 10cm hoch ist, kann dieses als Petersilie genutzt werden. Es sollte aber nicht mehr als ein Drittel des Krautes geerntet werden damit sich die Wurzel im Boden auch noch entwickeln kann. Diese wird im Herbst geerntet und bis zum Verbrauch wie Karotten gelagert. Petersilienwurzel wird als Salatbeigabe im Winter, geraffelt. Das ergibt einen herrlichen Geschmack.

Der Anbau ist gleich wie Karotten. Im Anfang schützen vor Schneckenfrass.