Blumenbeete mit ökologischen Arten und Formen bereichern


Sobald der Frühlingsflor an Blühkraft verliert, werden die Blumenbeete neu bestellt.

Um die Attraktivität und die Blühkraft zu steigern lohnt es sich auch ökologisch wertvolle Blütenpflanzen mit in das Sortiment aufzunehmen.

Sicher, es hat zahlreiche Arten und Formen mit leuchtenden Farben im derzeitigen Blumensortiment für den Sommer. Der ökologische Wert ist bei den meisten aber gering. Besonders gefüllt blühende Pflanzen produzieren kaum noch Nektar und auch der Blütenstaub ist von geringer Qualität für Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Das bestehende Sortiment kann aber mit wertvollen Ökotypen bereichert werden. Sie bringen neue Farben und neue Formen ins Blumenbeet und sind darüber hinaus ausserordentlich gute Nährpflanzen für Insekten in einer Zeit wo diese nur knapp Futter finden.

Thymian, der wertvolle Kleine

Thymianarten gibt es eine ganze Anzahl im gärtnerischen Sortiment.

Thymian ist mehrjährig und muss in einer saisonalen Pflanzung so platziert werden, dass die Pflanzen nicht stören wenn das Blumenbeet neu bestellt wird. Sie sollten für zwei bis drei Jahre auch nicht umgepflanzt werden müssen.

Der aufrechte Küchenthymian kann ins Zentrum eines Blumenbeetes gepflanzt werden. Mit seinen kleinen, überaus zahlreichen Blüten hat er während der Blütenzeit eine herrliche Farbwirkung in den Farben weiss bis lila.

Feldthymiantypen wie z.B. Thymian praecox wachsen flach und eignen sich ausgezeichnet als Abschluss einer Pflanzung. Ergänzt mit Lobelien, Alyssum oder Sanvitalia kommen die Farben lila bis rot so richtig zur Geltung.

Nebst dem Zierwert sind alle Thymianarten ausserordentlich gute Nährpflanzen für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Blühende Thymianzweige geben einem Sommer Tee einen frischen Geschmack und wirken bei einer Erkältung desinfizierend und schleimlösend

Einmal erstarkt wird Thymian von Schnecken gemieden.

Thymian, allen voran die flach wachsenden Arten (Thymian praecox) können durch das Verpflanzen verwurzelter Triebe im Frühjahr oder während dem Sommer leicht selber vermehrt werden.

Oregano entspannt

Nirgends soll er fehlen, der Wilde Majoran auch Oregano genannt. Er fördert nicht nur die Verdauung sondern entspannt. Deshalb wird Oregano mit Lavendel zusammen als Tee von Menschen die unter Kopfschmerzen leiden, geschätzt.

Oregano steht im Garten im Kräuter-, oder Staudenbeet. Er kann aber auch vereinzelt ins saisonale Blumenbeet zwischen Tagetes, Löwenmäulchen u.a. gepflanzt werden.

Blühender Oregano ist schön, zieht Hummeln, Bienen und andere Insekten an und ist deshalb ökologisch sehr wertvoll.

Oregano muss im Garten unter Kontrolle gehalten werden damit er nicht zu gross wird. Durch Abstechen und verpflanzen einzelner bewurzelter Triebe im Frühjahr, kann Oregano selber vermehrt werden.

Taubnessel, stark und wertvoll

Es gibt verschiedene Taubnesselarten in den Farben weiss, gelb und lila, die für die Gartengestaltung wertvoll sind.

Taubnesseln machen ein dichtes Wurzelgeflecht und werden deshalb dort gepflanzt wo ein Blumenbeet von direkten Nachbarspflanzen abgeschirmt werden soll. Durch ihr dichtes Wurzelgeflecht unterdrücken Taubnesseln auch Problemunkräuter wie Winden, Disteln oder Baumtropfen (Maienkraut). Sich stark verbreitende Pflanzen machen bei der Taubnessel Halt.

Dort wo Taubnesseln stehen, ziehen sich die Schnecken zu anderen Pflanzen zurück.

Wer die Taubnessel kennt weiss um ihren prächtigen Blütenstand und den regen Insektenbesuch während der Blüte durch Hummeln und andere Insekten.

Durch Abstechen und verpflanzen von bewurzelten Trieben im Frühjahr, können Taubnesseln leicht selber vermehrt werden.

Sedum, die grosse Fetthenne

Alle bisher beschriebenen Blütenpflanzen blühen in einer Zeit wo sich wenig trachtreiche (für Bienen, Hummeln u.a. Insekten) Blüten öffnen.

Die Fetthenne öffnet ihre Blüten im Herbst, wenn kaum mehr trachtreiche Blüten vorhanden sind. Mit den Dahlien und den Astern zusammen beherrschen ihre Farben und Blütenformen das Gartenbild. Die Fetthenne (Sedum Herbstfreude) trägt die letzte grosse Tracht für die Insekten vor der langen Winterzeit.

Aber auch der Gartenliebhaber freut sich über die mächtigen Blütenstände die ein Gegenstück zu den Dahlien bilden. Dazu sind Sedum ausserordentlich leicht in der Kultur. Grosse Arten werden von den Schnecken in Ruhe gelassen.

Durch Abstechen und verpflanzen von bewurzelten Sotckteilen im Frühjahr, können sie leicht selber vermehrt werden.