Zimmerpflanzen durch Pflege, Wachstum und Blüten fördern

Zimmerpflanzen durch Pflege, Wachstum und Blüten fördern
Sobald die Tage wieder länger werden erhalten die Zimmerpflanzen ihre jährliche Generalpflege

Mit einer regelmässigen Pflege der Zimmerpflanzen kann Wachstum, Blütenbildung und nicht zuletzt auch die Gesundheit gefördert werden. Da diese Arbeit etwas Zeit in Anspruch nimmt, ist es von Vorteil diese in den Winter zu verschieben. Sind die Festtage vorbei und werden die Tage wieder länger, so ist das der ideale Zeitpunkt für diese Arbeit.

Zurückschneiden
Da Zimmerpflanzen nicht dem vollen Licht ausgesetzt sind, wachsen diese (vor allem die immergrünen Zimmerpflanzen) gerne in die Länge. Deshalb sollten sie von Zeit zu Zeit ein Stückweit zurück geschnitten werden. Neue Austriebe wachsen wieder kompakter und lassen die Pflanze wieder schöner aussehen. Abgeblühte Pflanzen ebenfalls zurückschneiden damit diese nachwachsen und wieder blühen. Starkwachsende Pflanzen können mit der Zeit zu gross werden. Yucca und Dracenen neigen vor allem dazu. Hier kann die Pflanze wenn nötig auf die ideale Höhe zurück geschnitten werden. Die abgeschnittenen Stammstücke lassen sich bei Zimmertemperaturen leicht bewurzeln. Verliert dann die Mutterpflanze an Kraft und muss ersetzt werden, sind bereits wieder Jungpflanzen vorhanden. Es kommt vor, dass Grünpflanzen (Dracenen, Yucca u.a.), welche normalerweise bei uns nicht blühen, plötzlich Blüten bilden. Um diese Eigenschaft zu erhalten, sollten diese Pflanzen ebenfalls durch Stecklinge weiter vermehrt werden. Diese, meist Stammstecklinge, werden jetzt geschnitten und eingepflanzt.

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Von Dracenen oder Yucca können Stammstecklinge
geschnitten und inSand gesteckt werden.
Gut angiessen und nie ganz austrocknen lassen.
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Glas wird vorbereitet ca 2cm Kies wird eingefüllt
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fertig angepflanztes Glas mit Orchideen,
Fittonia und Efeu
(Pflanzen werden in dem
entsprechenden Abstand mit Topfballen
ins Glas
gestellt und die Zwischenräume
mit Pflanzengranulat bis auf Topfballen
höhe aufgefüllt.

In neue Erde einpflanzen
Für ein gesundes Wachstum sollten kleinere Zimmerpflanzen jährlich in neue Erde umgepflanzt werden. Auch wenn einzelne Pflanzen keinen grösseren Topf brauchen, bekommen diese neue Erde. Dabei werden die Pflanzen zuerst gesäubert, (dürre, abgedorrte und gelbe Blätter entfernen). Anschliessend Pflanzen aus den Töpfen nehmen, die alte Erde um die Wurzeln herum grosszügig mit der Hand abstreifen, den Topf grob ausreiben (alte Erdresten entfernen) und in neue Erde (Erde für Zimmerpflanzen) einpflanzen. Bei Pflanzen die sich schlecht entwickeln ist diese Arbeit besonders wichtig. Nach dem Einpflanzen gut angiessen.

Schild- und Schmierläuse jetzt regulieren
Sind Pflanzen von Schädlingen befallen so werden diese im gleichen Arbeitsgang reguliert.
Meistens reicht ein mehrmaliges abduschen mit der Duschbrause mit leicht temperiertem Wasser. Erst wenn diese Massnahme nicht ausreicht werden die Pflanzen mit einem öligen Präparat (Pflanzenseife) abgespritzt.

Sind Übertöpfe nötig?
Die meisten Pflanzen stehen heute in Plastiktöpfen die keinen hohen Zierwert haben. Deshalb kann der Wert einer Pflanze mit einem entsprechenden Übertopf gesteigert werden.
Dabei ist aber zu beachten, dass der Übertopf gross genug ist. Der Topf mit der Pflanze sollte leicht darein gestellt und wieder entnommen werden können (genügend Lufteinlass). Dann sollte immer eine Schicht (1-2cm) Kies, Lecaton oder Lavagestein in den Übertopf eingefüllt sein, damit die Pflanzen nie im Wasser stehen, wenn einmal zu viel gegossen wird. Pflanzen bleiben dadurch gesünder. Das ist ganz besonders bei Orchideen der Fall.

Pflanzen in speziellen Gefässen
Pflanzen im Wohnraum können sich bedeutend besser entwickeln, wenn sie in einer Pflanzengemeinschaft stehen. Grössere Pflanzengefässe mit verschiedenen Pflanzen ist eine Möglichkeit. Eine andere, welche sehr dekorativ wirkt und mit wenig Aufwand selbst bepflanzt werden kann, ist das Glas. Alte und neue Einmachgläser oder grosse Glasvasen die wenig oder überhaupt nicht gebraucht werden, eigenen sich besonders gut.
Das Glas wird innen und aussen gut gesäubert. Anschliessend 2-3cm Split, Leca oder Lavagestein einfüllen.
Nun die Pflanzen aus dem Topf nehmen und diese schön gleichmässig im Glas verteilen. Jetzt wird ein Pflanzengranulat (wie es fast überall erhältlich ist, z.B. Seramis o.a.) eingefüllt, bis die Wurzelballen gut abgedeckt sind. Dann Pflanzen über das Granulat angiessen.
Dem Giesswasser regelmässig einen Tropfen Flüssigdünger (für Zimmerpflanzen) beifügen. Darauf achten, dass der Wasserstand von abgelaufenem Giesswasser möglichst minim gehalten wird. Erst wieder giessen, wenn unten im Glas kein Wasser mehr sichtbar ist.
Eine solche Pflanzung ist sehr pflegeleicht, muss nur wenig gegossen werden, da weniger Wasser verdunstet. Die Pflanzen, auch Orchideen, bleiben gesünder da im Pflanzenbereich die Luftfeuchtigkeit höher ist als im Wohnraum.