Rosen im Sommer pflegen


Rosen sind prächtige Sommerblüher im Garten. Eine minimale Pflege während des Sommers, fördert die Blühwilligkeit dieser Blütensträucher.

Schon neigt sich die erste Blüte bei den meisten Rosen dem Ende entgegen. Wildrosentypen oder bodendeckende Rosen stehen eben noch in voller Blüte. Abgeblühte Blütenstände sollen sobald als möglich zurückgeschnitten werden damit die Pflanzen möglichst bald wieder wachsen und Blütenknospen ansetzen.

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jetzt werden die verblühten Blütenstände auf fünfteilige
Laubblätter zurück geschnitten

Mehrmals blühende Busch- und Beetrosen

Das nasse Wetter der vergangenen Wochen hat dazu geführt, dass die Rosen wohl geblüht aber durch die Feuchtigkeit schneller abgeblüht oder die Blütenstände zum Teil mit Fäulnis befallen wurden. Vor allem die vielblütigen Sorten (Polyantharosen) aber auch die gefüllten englischen Sorten leiden unter solchem Wetter. Die verblühten und die mit Fäulnis befallenen Blütendolden sollten jetzt sobald als möglich abgeschnitten werden. Anfangs bis Mitte Juli möglichst auf ein fünfteiliges Blatt schneiden. Der Austrieb wird dadurch stärker und die Blütenknospen grösser. Ab Mitte Juli nur noch auf das der Blüte am nächsten stehende Blatt schneiden damit sich auf den Spätsommer und Frühherbst hin möglichst bald neue Blüten entwickeln.
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Abgeblühte Blütenstände möglichst bald entfernen

Bei Rosen auf Stämmen und Kletterrosen jetzt die verblühten Blüten ausschneiden. Kleine Triebe die sich entwickeln blühen noch in diesem Jahr. Die Reduktion der neuen, starken Triebe erfolgt erst im kommenden Frühjahr, beim Winterschnitt.

Wildrosentypen auf Stämmen oder am Klettergerüst

Wildrosentypen erkennt man an der einmaligen aber relativ lang anhaltenden Blütenzeit.

Sie blühen erst am zwei- und mehrjährigen Holz. Neue Triebe entwickeln sich mit der aufgehenden Blüte. Der Wuchs kann so stark sein, das die Jungtriebe die Blütenanlagen fast verdecken. Hier ist es wichtig, dass die Neutriebe nicht einfach weggeschnitten werden. An ihnen entwickeln sich im nächsten Jahr die schönsten Blütenstände.

Beim Wildrosenstrauch bleiben vier bis fünf neue Triebe stehen zur Ergänzung des Strauches oder als Ersatz für alte und abgedorrte Äste. Die restlichen Jungtriebe auf 15cm zurückschneiden.
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Jungtriebe auf vier bis fünf reduzieren und
die restlichen auf 15cm zurückschneiden.

Bei der Kletterrose (wenn es sich um einen Wildrosentypen handelt) werden die zwei schönsten und längsten Triebe stehen gelassen um beim Schnitt im kommenden Frühling alte und abgeblühte Äste auszuwechseln. Die restlichen Neutriebe werden jetzt auf 10-15cm zurückgeschnitten, damit diese die aufgehenden Blüten nicht verdecken. Bis im Herbst bilden sich an diesen Stummeln Kurztriebe, die bereits im kommenden Jahr zu kurzen Blütenästen heranwachsen können.

Hängende Rosen auf Stämmen bekommen jetzt ihre Form. Die neuen, langen Triebe lassen sich in dieser Jahreszeit besonders leicht in die gewünschte hängende Form binden. Im Herbst kann dann die Schnur entfernt werden, die hängende Form bleibt. Überflüssige Jungtriebe wegschneiden.
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hängende Rosen erhalten jetzt ihre Form indem
lange Jungtriebe in die hängende Form gebunden werden.

Rosen die nicht blühen wollen

Es gibt immer wieder Rosen die nicht blühen wollen. Wenn eine Rose nicht blüht, handelt es sich meistens um einen Wildrosentyp. Eine Blüte erfolgt erst im zwei oder dreijährigen Holz. Hier ist kein Korrekturschnitt notwendig. Die Rose den Sommer über wachsen lassen. Ein leichter Auslichtungsschnitt des Strauches erfolgt erst im kommenden Frühjahr. Die Blüte erfolgt dann nächstes Jahr.

Pflanzenschutz jetzt nicht vergessen

Wer Rosen bis in den Herbst hinein gesund erhalten will, kommt ab Juli um einen minimalen Pflanzenschutz nicht herum. Bei diesem feuchtwarmen Wetter ist es wichtig dass die Rosen alle zehn bis vierzehn Tage mit Fenchelöl o.a. (gegen Rost, Sternrusstau und Mehltau)gespritzt werden. Möglichst am Abend spritzen, nach Sonnenuntergang.

Wildrosentypen brauchen kaum gespritzt zu werden. Sie sind robust und den Sommer über meistens frei von Rostkrankheiten.

Chlorosen

Bei so intensiven Niederschlägen wie in diesem Jahr, kann es zu Mangelerscheinungen kommen, das Laub der Rosen kann sich gelblich verfärben. Diesem Mangel kann vorgebeugt werden, wenn beim Rosen spritzen etwas Wuxal beigemischt wird 0,05%. Wo keine Spritzungen erfolgen, kann auch mit 0,1% Wuxal gegossen werden.