Enttäuschungen im Garten soweit möglich vermeiden


Frühzeitiges Pflanzen der Herbstkulturen sowie notwendige Pflanzenschutzmassnahmen sind Voraussetzung für eine gute und lagerfähige Ernte im Herbst.

Pflanzung von Herbstkulturen rechtzeitig abschliessen

Schon neigt sich der Sommer dem Ende entgegen und es ist höchste Zeit die Herbstkulturen auszupflanzen. Zuckerhut, Palla Rossa, die letzten Kohlrabi, Fenchel und Blumenkohl, Pak Choi, Chinakohl u.a.m. Pflanzungen nach Mitte August befriedigen vom Ertrag her meistens nicht mehr. Jetzt ist es auch Zeit für Aussaaten von Spinat und Nüsslisalat. Bei den hohen Sommertemperaturen ist es aber wichtig, die Aussaat genügend zu schattieren (mindestens doppeltes Vlies) und feucht zu halten.

Nicht zu vergessen sind die Erdbeeren die neu gepflanzt werden sollen. Die Pflanzung sollte bis Mitte August erfolgen für einen guten Ertrag im kommenden Jahr. Gepflanzt wird in gut gelockerten Boden der zuvor mit der halben Menge eines organischen Beerendüngers (Gebrauchsanweisung auf der Packung beachten) angereichert worden ist. Anstelle von Beerendünger eignet sich auch eine Gabe Mist die flach eingegraben worden ist. Die leicht saure Wirkung der Düngemittel auf den Gartenboden wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Erdbeeren aus.

Schädlinge und Krankheiten haben jetzt Hochsaison

Einige Schadinsekten haben ihre Vermehrung bereits abgeschlossen. Nicht aber die Raupen, Schnecken o.a. Im Gemüsegarten müssen sie jetzt in Schach gehalten werden damit diese nicht zu viel Schaden anrichten.

Raupen entwickeln sich jetzt im Buchs, den Kohlgewächsen und später auch in den aufrechten Geranien. Durch ihre Frasstätigkeit können sie nicht nur Kohlgewächse bis zur Ungeniessbarkeit verunstalten, auch Buchssträucher und Geranien können sie stark schädigen. Raupen können eingesammelt und entsorgt werden. Dort wo das nicht möglich ist wird das ungiftige und in der natürlichen Umwelt vorkommende Bakterienpräparat ‚Delfin‘ gespritzt. Sowohl für Kohlgewächse wie auch für Geranien und Buchs kann das gleiche Präparat verwendet werden. Wartefristen auf der Packung beachten!

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Raupen- (Löcher im Blatt) und Schneckenfrass (frisst meistens vom Rand her)

Schnecken haben ebenfalls Hochsaison. Jetzt ist es wichtig möglichst viele davon einzusammeln und zu entsorgen, damit die verbleibenden möglichst wenig Eier legen, aus denen sich im nächsten Frühjahr eine neue Generation entwickelt.

Pilzkrankheiten entwickeln sich bei warm-feuchtem Wetter ebenfalls stark

Wer geringe Schäden an Nutz- und Zierpflanzen erleiden will, muss rechtzeitig auf einen entsprechenden Befall reagieren.

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Rost und Sternrusstau an Rosen

Rost, Sternrusstau und Mehltau kommen bei Rosen meistens Gesamthaft vor. Es gibt dieses Jahr bereits zahlreiche Rosenpflanzungen welche die Blätter durch die obigen Krankheiten verloren haben. Jetzt ist es wichtig die Neuaustriebe zu schützen um sich im Herbst noch einmal an einem schönen Blütenflor mit Blätter erfreuen zu können. Dabei reicht es, wenn möglichst bald Fenchelöl (0,4%) gespritzt wird. Die absolut ungiftige Spritzung sollte regelmässig alle 10-14 Tage erneuert werden. (Fenchelöl = Biogarten Andermatt)

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Mehltau an Zucchetti

Mehltau breitet sich bereits bei den Gurken-, Zucchetti- und Kürbisgewächsen aus. Hier hilft eine Spritzung mit Fenchelöl oder Backpulver (1 Päckli à 15gr in wenig Wasser anrühren und mit Wasser auf drei Liter ergänzen). Spritzung nach 10-14 Tagen wiederholen.

Mangelkrankheiten können sich ebenfalls jetzt bemerkbar machen.

Bormangel an Tomaten zeigt sich in einem dunklen Fleck am Ende der Frucht. Der Fleck ist stark vom gesunden Gewebe getrennt meistens mit einem gelb bis leicht roten Rand.

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Bormangel

Die Schäden an den Früchten kann man nicht beheben. Wird aber möglichst bald mit einem borhaltigen Mittel gegossen lassen sich weitere Schäden verhindern.