Schnitt an Blütensträuchern und Rosen

Damit Blütensträucher und Rosen sich voll entwickeln und uns mit ihrer jährlich wiederkehrenden Blütenpracht erfreuen, ist ein regelmässiger Schnitt notwendig.
Mit dem Schnitt soll:

  • die Form erhalten bleiben,
  • das Volumen in Grenzen gehalten,
  • die Blühwilligkeit gefördert,
  • das Wachstum gehalten und ein vorzeitiges Altern verhindert werden.

Blütensträucher werden jetzt ( bis Ende März) oder gleich nach der Blüte (M Juni bis Juli)geschnitten. Mit dem Schnitt im Frühjahr wird ein Teil der Blütentriebe weggeschnitten.
Mit dem Frühjahrsschnitt sollte deshalb möglichst früh begonnen werden damit diese Triebe in Vasen ins Wohnzimmer gestellt , vorzeitig zum blühen gebracht werden können.
Mit dem schneiden der Rosen wird bis Mitte März zugewartet.

Schnitt der Frühjahrsblüher

Bei den prächtigen Blütensträuchern wie Forsythia, Spirea, Kolkwitzia, Zierjohannisbeere u.a. genügt ein Auslichtschnitt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass diese Arten am zweijährigen Holz am schönsten blühen.

Beim Schnitt soll beachtet werden dass:

  • alte, unschöne Bodentriebe (aufgerissenes, meist dunkles Holz mit dürren Partien) möglichst nahe dem Wurzelstock weg geschnitten werden. Auch anderes dürres Holz wegschneiden.
  • zu stark hängende Triebe (bis auf den Boden) auf den nächsten jungen Trieb zurück und nur wenn genügend Triebe vorhanden, ganz wegschneiden.
  • genügend einjähriges Holz, fünf bis acht Ruten (Ruten ohne Seitentriebe) stehen lassen.
  • der Strauch sollte nach einem Rückschnitt max. 10-15 Bodentriebe aufweisen.

Schnitt der Sommerblüher

Ein grosser Teil der Sommer blühenden Sträucher (wie Sommerflieder, Freilandfuchsie, Perovskien, Johanniskraut u.a.) blühen am jungen Holz das im gleichen Jahr nachwächst. Hier ist es wichtig den Strauch auszulichten und die verbleibenden Triebe stark (auf ca 60cm) zurück zu schneiden. Diese Sträucher sollten auch erst jetzt geschnitten werden.

Sträucher die nur schwach oder überhaupt nicht geschnitten werden.

Es gibt eine ganze Anzahl Sträucher die über Jahre wunderschön blühen ohne dass sie geschnitten werden müssen. Ihre Zier ist nicht nur der Flor sondern auch der Strauch selber.
Flieder, Rhododendren, Magnolien, Hibiscus, Felsenbirne u.a. gehören dazu. Nur wenn diese zu gross werden oder in Gehwege hineinwachsen werden ganze Astpartien entfernt.

Schnitt der Rosen

Auch sie sind Blütensträucher und die meisten verhalten sich wie die im Sommer blühenden Sträucher. Ein strenger Rückschnitt ist denn auch die beste Gewähr für einen guten Neuzuwachs mit üppiger Blütenfülle.

Mehrjährige Strauchrosen werden im Frühjahr geschnitten. Ausser vier starken Trieben wird alles weg geschnitten. Die vier Triebe werden auf vier bis fünf Knospen zurück geschnitten. Auch das Rosenbäumchen wird auf diese Art geschnitten.
Kletterrosen: Hier werden vier bis fünf Triebe gezogen ohne dass diese eingekürzt werden.
Die Haupttriebe bilden dann Seitentriebe die den Blütenflor tragen. Bei der über Winter leicht geschützten Pflanze werden im Frühjahr die Haupttriebe nur leicht (10cm, fördert das Längenwachstum) und die Seitentriebe auf 5-10cm eingekürzt. Verdorrtes und ganz schwaches Holz wird, wie auch die überzähligen Bodentriebe, weg geschnitten.

Strauch- oder Parkrosen sind sehr wuchsfreudig und können gut und gern bis 1,5m hoch werden. Hier beschränkt sich der Schnitt auf das Auslichten von abgedorrtem oder nicht mehr blühfähigem Holz. Der locker ausgeschnittene Strauch wird dann auf ca 60cm zurück geschnitten.
Wildrosen blühen am mehrjährigen Holz am schönsten. Deshalb werden hier vor allem überzählige Jungtriebe, zu stark hängende Triebe und vor allem das dürre Holz weg geschnitten. Der oft hängende Wuchs sollte durch die Schnittarbeiten nicht beeinträchtigt werden. Bei allen Parkrosen werden die abgeblühten Blütenbüschel nicht entfernt. Hier entstehen schöne Fruchtpartien.


Leonardo Davinci